Pyrenäenberghunde von den drei Spreequellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rassebeschreibung


Der Pyrenäenberghund ist eine atemberaubende majestätische Erscheinung und er fasziniert jeden der sich näher mit ihm befasst. Mit seiner enormen Größe, dem strahlenden weißen Haarkleid und dem tiefschwarzen Pigmenten um die mandelförmigen Augen und den straffen Lefzen und der Nase erregt er großes Aufsehen. Dabei ist die Schönheit ein echter Arbeitshund, genauer gesagt ein Herdenschutzhund. Der Pyrenäenberghund treibt keine Herdentiere, sondern er begleitet sie, läuft oft vorneweg, um den Weg der ihm zum Schutz anvertrauten Tiere zu sichern. In seiner Heimat und auch in vielen Ländern wird er zum Schutz vor Wölfen und Bären erfolgreich eingesetzt. Bei uns findet er meist Verwendung als Familienhund, der häufig mit Wachaufgaben betraut als zuverlässiger Schutzhund gilt. Bei guter Veranlagung und bester Prägung und Erziehung sowie vollem Familienanschluss zeigt sich eine Sensibilität auch bei kleinsten Familienmitgliedern, mit denen er vorsichtig umgeht genauso wie seine instinktsichere Aktion gegen merkwürdige Zeitgenossen. Von den großen Herdenschutzhunden ist er wohl der Zivilisierteste, da er schon seit vielen Generationen auf Wesen und Führigkeit selektiert wird. Verglichen mit anderen großen Hunderassen ist der Pyrenäenberghund eher weniger HD belastet. Vereinzelt treten durch falsche Fütterung Wachstumsstörungen auf. Für seine Größe ist er genügsam mit Kalk und Vitamingaben muss man zurückhaltend umgehen. Seine Aufzucht ist allgemein unproblematisch. Wie bei allen Rassen, sind Informationen durch Züchtergespräche und Besuche vor der Welpenübernahme anzuraten, um sich auch die artgerechte Haltung anzusehen.
Nachfolgend einige Daten:

  Größe Gewicht
Rüde 70 - 80 cm ca. 50 - 60 kg
Hündin 66 - 72 cm ca. 40 kg

 Obligatorisch sind die doppelten Afterkrallen an den Hinterläufen. Die oft angesprochene Verletzungsgefahr wird von Züchtern und langjährigen Haltern nicht bestätigt. Die Krallen sollten lediglich regelmäßig gekürzt werden. Bei tief am Fuß angesetzte Afterkrallen fühlt man oft noch die Verbindung zum Sprunggelenk. Einige Hunde können damit wie mit einen Daumen greifen und man kann sich gut vorstellen wie der Hund solche Krallen, die Füße auswärts gedreht, hervorragend auch steile schneebedeckte Hänge hinaufklettert. Der Pyrenäenberghund ist bei Familienanschluss ein absoluter zuverlässiger Lebensgefährte, der durch konsequente Erziehung und Verständnis für die Herdenschutzhund typischen Eigenschaften als Familienhund seinesgleichen sucht.
Diese Rasse ist jedoch kein Hund für jedermann, denn man muss sein "Ich" akzeptieren und er ist bedingt durch seine Eigenständigkeit nicht zur Unterwerfung und Gehorsam, wie man dies von anderen Rassen kennt, bereit. Er gehorcht wenn man eine gute Beziehung zu ihm aufgebaut hat und ist auch sehr intelligent, aber wenn er meint , dass er erst noch etwas für ihn wichtiges (noch schnell schnüffeln oder etwas beobachten) erledigen möchte, dann warten sie auf ihn. Er kommt und folgt auch, aber nicht prompt. Diese Eigenschaften muss man einfach lieben, ansonsten ist von einem Pyrie oder generell von einem Herdenschutzhund abzuraten.
Bei der Haltung sollte es sich immer um ein Haus mit großen Grundstück handeln, was er bewachen kann und wo er selbst entscheiden kann, ob er im Haus oder draußen sein möchte. Diese Hunde sind Heim wie Familie gegenüber liebevoll und schützend, müssen aber unbedingt in das Familienleben eingegliedert werden. Nur die echten Vertreter der Rasse besitzen diesen bezaubernden ,den sehr schwer definierbaren Augenausdruck, sowohl distanziert wie liebkosend , aufmerksam und dabei  einwenig traurig.
Schaust Du in diese Augen, erkennst Du Ihre ganze Seele.